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Die Zahl der Solaranlagen hat in den letzten Monaten rapide zugenommen. Immer mehr Bürger setzen auf Solarenergie, so dass die hierdurch erbrachte Stromleistung im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte gestiegen ist. Die in Deutschland installierte Leistung der Photovoltaikanlagen ist 2009 um etwa 60 Prozent auf 9,8 Gigawatt gestiegen, teilte am Freitag die Bundesnetzagentur mit. Besonders im letzten Quartal 2009 ergab sich eine starke Zunahme von 2,3 Gigawatt, was in etwa der Leistung von zwei Atomkraftwerken entspricht. Aus einem gleichzeitig vorgestellten Bericht der Aufsichtsbehörde geht hervor, dass der Solarstrom nach wie vor deutlich höhere Subventionen als Wind- und Bioenergie benötigt. Demnach gingen von den neuen Milliarden Euro Subventionen gemäß dem Enerneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rund 25 Prozent an die Betreiber von Solaranlagen. Dabei entfielen nur 18 Prozent der installierten Leistung und nur sechs Prozent des eingespeisten Stroms auf die Sonnenenergie.
Windkraft im Vorteil
Die Windkraft konnte in der Statistik mit besseren Werten glänzen, denn auf sie entfielen 67 Prozent der installierten Leistung und 57 Prozent der eingespeisten Strommenge, aber nur 29 Prozent der Vergütungen. Als dritte Komponente machten die Biomasseanlagen zehn Prozent der installierten Leistung mit 30 Prozent des eingespeisten Stroms aus, und dies bei 30 Prozent der Vergütungen.
Dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu folge erhalten die Betreiber von Solar-, Wind- und Biomasseanlagen für den produzierten Strom garantierte Einspeisevergütungen, die über den Preisen von herkömmlich produziertem Strom liegen. Den Preisunterschied zwischen den garantierten Vergütungen und den Einnahmen aus der Vermarktung des Stroms an der Börse wird über die EEG-Umlage von den Stromverbrauchern mitfinanziert. 2010 beträgt sie etwa zwei Cent pro Kilowattstunde.
Preisvergleich lohnt sich
In den nächsten Jahren rechnen Experten mit einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und einem weiteren Anstieg der Umlage. Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur versuchte mit Bekanntgabe der Daten die Angst vor einem starken Anstieg der Umlage zu dämpfen. Laut Kurth sei in diesem Jahr zwar mit mehr Sonnen-, Wind- und Biomasseanlagen zu rechnen, doch die Entwicklung der Umlage hänge noch von anderen Faktoren ab. Dazu zähle zum Beispiel die allgemeine Preisentwicklung an den Strombörsen. Je niedriger die Strompreise dort gehandelt würden, desto höher müsse auch die Subventionierung ausfallen und entsprechend umgekehrt. Deshalb sollten die Verbraucher bei Preissteigerungen, die allein mit der EEG-Umlage begründet werden, kritisch bewerten und ständig die Wechselmöglichkeiten zu günstigeren Stromanbietern prüfen.
Quelle: orangeimmo-Redaktion; 12. April 2010